Linux auf Diskette

Disketten verlieren heutzutage immer mehr an Interesse. Das ist nicht schwer zu verstehen, schließlich ist die Datenübertragung recht langsam und der Speicherplatz für heutige Verhältnisse mehr als mickrig. Hinzu kommt, dass Diskettenlaufwerke schon gar nicht mehr standardmäßig in neuen PCs eingebaut werden und man sich dann extra beispielsweise ein USB-Diskettenlaufwerk kaufen müsste. Trotz alledem finden Disketten immer noch Verwendung beispielsweise Servern oder zum Sichern von kleineren Dateien.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch für Disketten verschiedene extrem abgespeckte Linux Varianten gibt. Zum Beispiel folgende:

  • FLI4L (meist für Routing Zwecke verwendet)
  • MuLinux
  • Tomsrtbt
  • und diverse andere…

Das bekannteste von diesen ist vermutlich das Linux-System FLI4L. Dieses System ist speziell für Routing Zwecke entwickelt worden. Hierfür genügt ein alter Computer mit schwachen Leistungen, mindestens 2 Netzwerkkarten und einem Diskettenlaufwerk. Mit Hilfe der FLI4L Distribution kann dieser Rechner dann sehr schnell diverse Routing aufgaben erfüllen.

Aufgrund des extrem geringen Datenspeichers der den Disketten-Distributionen zur Verfügung steht sind diese ohne grafische Oberfläche und lediglich textbasiert zu handhaben. Möchte man also auf einem alten Computer seine Daten retten, so ist es doch empfehlenswerter auf die Linux Live CD Variante zurückzugreifen. Zwar sind je nach gewählter Distribution verschiedene Tools zum arbeiten mit dem Dateisystem vorhanden, um diese aber zur Datenwiederherstellung anzuwenden muss man ein sehr erfahrener Linux User sein.

Die MuLinux Distribution zum Beispiel ähnelt einer abgespeckten MS-DOS Variante. Natürlich ist auch MuLinux auf Unix aufgebaut und arbeitet somit auch mit den üblichen Linuxbefehlen auf Textebene. Es ähnelt lediglich den Möglichkeiten des alten MS-DOS Betriebsystems.


Datenrettung mit Linux Live Disk

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